Stage 1: Software auf Serienhardware
Bei Stage 1 wird nur die Software des Motorsteuergeräts angepasst. Alle Bauteile bleiben Serie. Die Abstimmung nutzt die Reserven, die Motor, Turbo und Kühlung ab Werk mitbringen.
Stage 1 passt zu Alltagsautos, bei denen du vor allem mehr Durchzug willst. Der Aufwand ist überschaubar, und die Software lässt sich zurücksetzen. Mehr dazu: Lohnt sich Stage 1?
Stage 2: Software plus Peripherie
Ab einer gewissen Leistung werden Ansaugluft, Ladeluftkühlung und Abgasgegendruck zum Engpass. Bei Stage 2 werden genau diese Teile angepasst, typischerweise:
- ein größerer Ladeluftkühler für kühlere Ansaugluft,
- eine Downpipe mit weniger Abgasgegendruck nach dem Turbo,
- eine geänderte Ansaugung.
Der Turbo bleibt Serie, läuft aber in einem Bereich, den er mit Serienperipherie nicht dauerhaft stabil schaffen würde. Die Software wird genau auf diese Teile abgestimmt. Wichtig: Teile wie eine Downpipe brauchen für die Straße ein Gutachten oder eine ABE und dürfen die Abgaswerte nicht verschlechtern.
Stage 3: Turbo und Antriebsstrang
Bei Stage 3 wird der Turbo selbst getauscht oder umgebaut. Damit geht deutlich mehr Luft durch den Motor, und die Anforderungen an den Rest des Autos steigen mit. Je nach Motor gehören eine stärkere Spritversorgung dazu, verstärkte Kupplungen, eine angepasste Getriebesoftware und gegebenenfalls eine stärkere Bremse.
Stage 3 ist ein Projekt, kein Termin. Wir planen es für jedes Auto einzeln und stimmen über mehrere Durchgänge ab. Wie so eine Planung aussieht, zeigt der Artikel Stage 3 bei Audi.
Die Stufen im Vergleich
| Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | |
|---|---|---|---|
| Software | angepasst | angepasst auf Peripherie | neu abgestimmt |
| Turbo | Serie | Serie | geändert oder getauscht |
| Peripherie | Serie | Ladeluftkühler, Downpipe, Ansaugung | wie Stage 2, plus Spritversorgung |
| Getriebe | meist Serie | häufig Software | Software, oft Kupplungen |
| Rückbau | einfach | mit Teiletausch | aufwendig |
Welche Stufe passt zu dir?
Als Faustregel: Fährst du dein Auto jeden Tag und soll es möglichst unauffällig bleiben, ist Stage 1 die richtige Wahl. Stage 2 lohnt sich, wenn du sowieso Teile verbauen willst oder dein Auto mit Stage 1 an thermische Grenzen kommt. Stage 3 ist für alle, die ein klares Leistungsziel haben und bereit sind, in den kompletten Antriebsstrang zu investieren.
Egal welche Stufe: Jede Leistungssteigerung muss in Deutschland eingetragen werden. Wie das läuft, steht im Artikel Chiptuning eintragen lassen.
Häufige Fragen
Kann ich Stage 2 ohne Stage 1 machen?
Ja. Stage 2 ist eine Software, die auf die geänderte Hardware abgestimmt wird. Eine separate Stage 1 vorher brauchst du nicht.
Meinen alle Tuner mit Stage dasselbe?
Nein. Die Begriffe sind nicht genormt. Vergleiche Angebote deshalb anhand der konkreten Teile und Leistungen, nicht anhand der Stufenbezeichnung.
Welche Stufe passt für ein Alltagsauto?
Für die meisten Alltagsautos ist Stage 1 die richtige Wahl. Stage 2 lohnt sich, wenn du sowieso Teile wie Ladeluftkühler oder Abgasanlage tauschen willst.
Was geht bei deinem Auto?
Schick uns Modell, Motor und Kilometerstand. Wir sagen dir, was sinnvoll ist und was nicht.